Identifikation
Signatur
Q.12
Datierung
1870-1972
Erschliessungsstufe
Bestand
Umfang
64 lfm
Kontext
Bestandshistorie
Aus der Konkursmasse von Walter Müller, der 1955 das Fotohaus Zipser übernommen hatte, erwarb die damalige Schweizerische Kreditanstalt 1981 das sogenannte Plattenarchiv (das heisst die auf Glasträgern befindlichen Originalnegative) des Fotohauses samt verschiedenem Zubehör und schenkte die Kaufsobjekte der Stadt Baden für das Historische Museum. Das Museum hatte damals im Landvogteischloss nicht die Möglichkeiten, das Fotoarchiv zu lagern und zu betreuen. Deshalb wurde es 1981 vertraglich zur Aufbewahrung und Betreuung an Dr. Walter Scherer (1936-2023) übergeben. Das Ehepaar Verena und Walter Scherer hatte bereits vor 1981 begonnen, das Fotoarchiv für Ausstellungen und Publikationen auszuwerten. Das Fotoarchiv lagerte im Privathaus Scherer am Ahornweg 13 in Baden, bis es im April 2013 in das klimatisierte Fotomagazin des Stadtarchivs Baden überführt wurde; Akzession 2013-001p
Inhalte und innere Ordnung
Form und Inhalt
Es handelt sich grösstenteils um Glasnegative (schätzungsweise 50'000) sowie wenige Filmnegative (ca. 5000-9000). Hauptteil sind Porträts und Gruppenaufnahmen, die das Fotohaus in seinem Atelier an der Haselstrasse 3 erstellte. Es liessen sich Personen und Familien aus Baden und einer weiteren Region ebenso wie Kurgäste während ihres Aufenthalts in Baden ablichten. Ein kleinerer Teil, gut 3000 Aufnahmen, sind im weitesten Sinne topografische oder Sachsujets aus Baden und der engeren Region, nur in wenigen Fällen aus anderen Landesgegenden. Oft sind Intérieurs von Privathäusern, Restaurants, Hotels, Fabriken oder Kirchen vorhanden. Badener Festivitäten wie die erste Badenfahrt 1923 oder die Aargauische Gewerbeausstellung 1925 sind in grossen Serien dokumentiert. Die gut 3000 topografischen und Sachsujets und gegen 1000 Porträts und Gruppenaufnahmen wurden durch das Ehepaar Verena und Walter Scherer ausgewählt und mit einer "neuen Nummer" versehen (Q.12.1). Stichproben ergaben im Jahr 2014, dass die übrigen Bilder (Q.12.2) weitestgehend aus Porträts und Gruppenaufnahmen bestehen und kaum noch Sachsujets enthalten (Ausnahmen möglich) und dass die ausgewählten Bilder (Q.12.1) gut über die ganze Periode verteilt sind.
Bewertung und Kassation
Mitte 2021 wurde festgestellt, dass dieser Teilbestand auch Nitrat- und Acetatnegative enthält. Es wurden alle Nitratnegative aufgrund ihrer Degradation und ihrer Gefährdung anderer Negative vom Atelier Reding aussortiert und, wenn der Zustand es erlaubte, durch docuteam digitalisiert. Die Nitratnegative wurden entweder bereits bei der Aussortierung oder dann nach einer möglichen Digitalisierung kassiert. Die kassierten Fotos verblieben im Verzeichnis (siehe Serien unterhalb Q.12.2.1) mit Hinweis auf die Kassation.
Zugangs- und Benutzungsbestimmungen
Reproduktionsbestimmungen
Urheber: Fotohaus Zipser
Lizenz: Creative Commons BY-SA 4.0
Nutzung: frei
Bildnachweis: Historisches Museum Baden, Fotohaus Zipser, Q.12.XXX [bitte komplette Signatur zitieren], CC BY-SA 4.0
Physische Beschaffenheit
Die meisten Glasnegative sind in gutem Zustand. Die digitalisierten Glasnegative von Q.12.1 wurden 2014 trockengereinigt und alterungsbeständig verpackt. Die übrigen Glasnegative (Q.12.2) verblieben in ihren ursprünglichen Verpackungen (Schachteln mit einem Dutzend oder mehr Glasnegativen, je nach Format).
Ein kleiner Teil der Glasnegative ist alterungsbedingt degeneriert. Wenige Glasnegative sind beschädigt: zerbrochen, mit Wasserschäden, mit beschädigter Oberflächenschicht (Topcoating). In der Regel sind die Schäden im entsprechenden Datensatz kurz vermerkt. Walter Scherer hat in den 1970er- und 1980er-Jahren von den Glasnegativen Reprografien gemacht, die meisten vor der Degeneration und Beschädigung. Die Repro-Negative können einen Ersatz darstellen, sie befinden sich in der Serie Q.21.A.2. Auch fehlende Originale sind dort zu finden.
Die vorhandenen Nitratnegative wurden kassiert. Die vorhandenen Glas- und Acetatnegative, welche mit den Nitratnegativen in Kontakt waren, könnten durch die ausgeschiedenen Säuren beschädigt sein. Unter Umständen zeigen sich mögliche Schädigungen erst in der Zukunft.
Ein kleiner Teil der Glasnegative ist alterungsbedingt degeneriert. Wenige Glasnegative sind beschädigt: zerbrochen, mit Wasserschäden, mit beschädigter Oberflächenschicht (Topcoating). In der Regel sind die Schäden im entsprechenden Datensatz kurz vermerkt. Walter Scherer hat in den 1970er- und 1980er-Jahren von den Glasnegativen Reprografien gemacht, die meisten vor der Degeneration und Beschädigung. Die Repro-Negative können einen Ersatz darstellen, sie befinden sich in der Serie Q.21.A.2. Auch fehlende Originale sind dort zu finden.
Die vorhandenen Nitratnegative wurden kassiert. Die vorhandenen Glas- und Acetatnegative, welche mit den Nitratnegativen in Kontakt waren, könnten durch die ausgeschiedenen Säuren beschädigt sein. Unter Umständen zeigen sich mögliche Schädigungen erst in der Zukunft.
Findmittel
Als Findmittel zu den Fotografien nach Zipser-Nummer (Q.12.2; bei Q.12.1 ist die Zipser-Nummer, wo erhalten, als alte Signatur geführt) dienen die Bestellbücher (Q.12.3), in die das Fotohaus chronologisch mit fortlaufender Nummer alle Bestellungen mit Besteller und erzieltem Preis eintrug.
Sachverwandtes
Aufbewahrungsort der Kopien
2021 wurden ca. 9400 Nitratnegative durch docuteam digitalisiert.
Verzeichnungskontrolle
Verzeichnungsdatum
2014